Formlabs Form 3+

SLA-Druck

Beschreibung des Geräts

Der Formlabs Form 3+ ist ein Kunstharzdrucker, die Technologier dahinter nennt sich Stereolithografie (SLA).

Mit dem Gerät können verschieden Kunstharze (Resin) gedruckt werden, die in luftdichten Kunststofftanks abgefüllt sind. Der SLA-Druck besticht durch seine feine Druckauflösung. Dafür ist das Arbeiten mit Kunstharz eine klebrige Angelegenheit und die Nachbereitung mit Reinigungs- und Aushärtungsprozess weit aufwendiger als der FDM-Druck.

Technische Daten

Druckvolumen: 145 × 145 × 193 mm (b x l x h)
XY Auflösung: 25 µm
Schichthöhe: 25–300 µm

Software im Lab für das Gerät

PREFORM

Funktionsweise

SLA-3D-Druck verwendet eine Lichtquelle, um flüssiges Kunstharz zu dreidimensionalen Objekten auszuhärten. Traditionell befand sich die Lichtquelle bei SLA-Druckern über dem mit Kunstharz gefülltem Tank. Die invertierte Stereolithografie wurde erst 2011 von Formlabs eingeführt. Die Firmengründer Max Lobovsky, David Cranor und Natan Linde positionierten die Lichtquelle unter dem Harztank. Ein Querschnitt des Objekts wird am Boden des Tanks vom Licht abgetastet, und wenn sich die Konstruktionsplattform nach oben hebt, läuft neues Kunstharz unter die zuvor ausgehärtete Schicht.

Die Erfindung der umgedrehten Stereolithografie bedurfte einiger wichtiger Innovationen, nicht zuletzt des transparenten (und später flexiblen) Bodens des Harztanks. Dieses neue Design mit flexibler Oberfläche des Tanks verringert die Abzugskraft beim Anheben der Konstruktionsplattform und ermöglicht somit den Bau größerer invertierter SLA-3D-Drucker.

SLA-3D-Drucker nutzen duroplastische Materialien, die als „Resins“, „Resine“ oder Kunstharze bekannt sind und mit Licht reagieren, wobei sie aushärten. Wenn SLA-Kunstharze bestimmten Lichtwellenlängen ausgesetzt werden, verbinden sich deren kurze Molekülketten. Die Monomere und Oligomere polymerisieren und bilden steife oder flexible Geometrien.

Druckdaten

Die gebräuchlichsten Dateiformate für das Speichern von fertig bearbeiteten 3D-Objekten (3D-Vektorgrafiken) sind .stl und .obj. Für einfache Modelle ist das STL-File meistens die beste Wahl.

Resin

Der 3D-Drucker kann verschiedene Kunstharze verarbeiten. Die Hersteller lassen sich bei der Materialmischung wenig in die Karten schauen und es lassen sich nur über den Blick ins Datenblatt Vermutungen anstellen.

Grundsätzlich gibt es färbiges und transparentes Resin, Weichmacher die zugemischt werden können und Spezialresin für besondere technische Anforderungen.

Hier im techLAB verwenden wir ein Allzweckmaterial: Gray Resin V4

 

Quellenverweis