Universal Laser VLS3.50

Der mobile Lasercutter im roadLAB.

Technische Daten

  • Bearbeitungsfläche: 679 x 370 mm
  • Max. Werkstückhöhe: 102 mm
  • Laser-Leistung: 50 Watt
  • Lasermedium: Kohlendioxidlaser (CO2-Laser)

Software im roadLAB für das Gerät

  • UCP -> nur für das Ansteuern des Lasercutters notwendig
  • Inkscape -> für das Erstellen von Vektor-Grafiken

Funktionsweise

Mit dem Lasercutter wird in der Regel ebenes plattenförmiges Material geschnitten und graviert. Es steht ein breites Spektrum an bearbeitbaren Materialien zur Verfügung. Mit einem fokussierten Infrarot-Laserstrahl (CO2-Laser, Faserlaser, Scheibenlaser) können feine Strukturen aus Plexiglas, Holz, Karton, Leder, Stoff und viele weitere Materialien ausgeschnitten werden. Beschriftungen, Schilder, Stempel, Gläser und mehr kann graviert werden. Mit diesem Gerät (aus der industriellen Fertigung) ist eine wirtschaftliche Produktion der Losgröße 1 möglich – was Einzelanfertigungen und Massenproduktion möglich macht.
Im Vergleich zu anderen Verfahren ist die Bearbeitung hier berührungslos und es müssen für geringe Stückzahlen nicht, wie z. B. bei Stanzen, extra Formen angefertigt werden. In Fablabs ist der Lasercutter auf Grund seiner Vielseitigkeit und hohen Arbeitsgeschwindigkeit sehr beliebt.

Eine Schneidevorlage kann in einem Grafik-Programm gestaltet und danach über eine Laser-Software an den Lasercutter geschickt werden. Übliche Programme sind Inkscape, Adobe Illustrator und Corel Draw, die Laser-Software für Universal Laser heißt UCP (Universal Control Panel). Der Lasercutter wird über einen Druckertreiber angesprochen. Dieser bestimmt anhand der Linienstärke und Farbe, ob ein Bereich graviert oder eine Linie geschnitten werden soll. Um mit verschiedenen Laser-Einstellungen in einem Durchgang zu gravieren oder zu schneiden, können bis zu 16 unterschiedliche Farben mit eigenen Laser-Einstellungen vordefiniert werden.

Die Genauigkeit des Gravurvorganges kann mit/durch den „DPI-Wert“ eingestellt werden. Die Auflösung des Gravurvorganges wird dabei von der Zeilenhöhe bestimmt. Ähnlich wie bei einem Tintenstrahldrucker graviert der Lasercutter einen „Streifen“ nach dem anderen. Bei höheren Auflösungen ist der Gravurstreifen dünner, weshalb der gesamte Gravurvorgang länger dauert.

Schnittdaten

Zum Schneiden von Materialien wird eine Vektorgrafik (z. B.: ein SVG-File) benötigt. Als Gravur können sowohl Vektorgrafiken mit „gefüllten“ Flächen, als auch Pixelgrafiken (.png, .jpg usw.) umgesetzt werden.
Mit dem Lasercutter kann eine breite Vielfalt an Materialien graviert werden und die meisten brennbaren Materialien können bis zu einer gewissen Stärke auch geschnitten werden.

Für den Universal Lasercutter muss die Vektorgrafik dann noch im PDF-Format gespeichert werden, wobei Schriften beim Abspeichern in Vektoren umgewandelt werden müssen (beim Speichern erhält man einen Dialog wo man danach gefragt wird).

Ungeeignete Materialien

Metalle können mit dem Lasercutter ohne Behandlung nur schlecht graviert und gar nicht geschnitten werden. Weiters ist zu beachten, dass bei der Bearbeitung mancher Materialien Staube oder Gase entstehen, die dich oder den Lasercutter gefährden. Solche Materialien sind zum Beispiel:

  • Polyvinylchloride (PVC)
  • Metalle: Chrom, Kupfer, Nickel, Cobalt, Blei, Mangan
  • Neopren
  • Carbon
  • (Kunst)leder mit bestimmten Eigenschaften: PVC-Kunstleder, (Kunst)leder mit Chrom
  • Jegliche sonstige Materialien die Halogene (Chlor, Fluor, Brom, Jod oder Astatin) enthalten
    • z. B.: die meisten Materialien die als „flammhemmend“ bezeichnet werden