Jetzt ist es so, das ganze Windrad ist recht leicht und wenn du viel Wind erzeugst, wird es wahrscheinlich weggeblasen. Entweder du schaffst eine Verankerung oder legst etwas schweres in die Sockelbox. Wir haben eine 2mm Stahlplatte zugeschnitten und mit etwas Heißkleber befestigt. Ausserdem sind am Boden ein paar Streifen rutschfester Gummi aufgeklebt. Nun kannst du den verkabelten Deckel der Sockelbox schließen, warte noch mit dem Verschrauben, bis du dir siche bist, dass die Verkabelung auch wirklich passt. Dafür starte nun einen Testlauf.
Richte die Flügel zuerst so aus, dass die beiden Markierungen am Rotor und Flügelklemme überein stimmen. Hier am Bild ist sie etwas daneben. Achte auch darauf, dass du alle Flügel im Uhrzeigersinn drehst. Diese Drehrichtung bestimmt, wie herum sich das ganze Windrad im Wind dreht. Je nach Drehrichtung, fließt der erzeugte Strom in die Eine oder Andere Richtung. Wenn die LED einmal nicht leuchtet, obwohl der Schalter an ist, ändere einmal die Drehrichtung und schau was dann passiert.
Nun ist das Windrad eigentlich betriebsbreit. Stelle den Schalter der LED vorerst einmal auf „Aus“. Positioniere den Ventilator so, dass das Windrad selber direkt im Luftstrom steht. An einem windigen Tag kannst du das Windrad auch draußen aufstellen. Läuft das Windrad jetzt gleich von selber an, oder musst du es mit den Fingern anstubsen? Du kannst den Winkel der Flügel zum Wind ändern und schauen was passiert. Das machst du, in dem du die einzelnen Flügelklemmen drehst. Schon ein kleines Stück, weniger als ein Millimeter, ändert das Verhalten des Windrades. Drehe alle Flügelklemmen immer gleich weit, wenn du hier experimentierst. Stehen die Flügel in steilem Winkel, läuft das Windrad leicht an, aber du hast weniger Spitzenleistung. Mit flachen Winkel der Flügel musst du das Windrad vielleicht anstupsen, wenn es aber einmal läuft, erzeugt es höhere Spitzenleistung.
Nun wo das Windrad dreht kannst du das Multimeter zur Hand nehmen, Einstellung auf =20V (Gleichstrom bis 20V) und halte die beiden Messspietzen an die Messpunkte. Pass nur gut auf, dass du dabei mit deinen Fingern nicht ins drehende Windrad kommst. Es wird dich zwar nicht verletzen, aber etwas schrecken wirst du dich vielleicht. Solltest du nun „minus x,xV“ angezeigt bekommen, vertausche beide Messpunkte. Jetzt siehst du, wie viel Volt das Windrad im „Leerlauf“ erreicht.
Stoppe das Windrad, in dem du dich in den Wind stellst. Ändere einmal den Winkel der Flügel und beobachte, wie sich die gemessene Spannung ändert. Schaffst du höhere Spannungen zu erzeugen, durch optimale Flügelstellung? Kommst du auch auf ca. 3V Spannung? Wir sind jetzt immer noch im „Leerlauf“, sprich, am Windrad hängt noch kein elektrischer Verbraucher, die sogenannte „Last“. Wenn du nun die LED zuschaltest, wird diese an das Windrad angeschlossen und es befindet sich nun im „Lastbetrieb“. Dabei wird dir auffallen, dass die Drehzahl des Windrades plötzlich zurück geht und die gemessene Spannung abfällt. Die elektrische Last ist ein Widerstand, der auf das Windrad wirkt. Dieser Widerstand entsteht durch den Verbraucher (LED), aber auch durch das elektromagnetische Feld im Motor/Generator, das erst mit angehängter Last entsteht.
Wenn du weiter experiementieren und basteln willst, kannst du bestimmte Verbraucher and die Buchse an der Rückseite der Sockelbox anhängen. Dafür nimm einfach ein altes Cinch-Kabel und löte oder zwirble deinen Verbraucher dran. Du kannst auch in Tinkercad 3D eigene Flügel gestalten oder welch mit dem Lasercutter schneiden. Da lass einfach deinem kreativen Geist freien Lauf.
Viel Spaß beim Forschen und Experimentieren.